In den Wechseljahren schwankt der Hormonspiegel. Dies kann zu diversen Beschwerden führen (siehe “Über Wechseljahre und Menopause”). Mithilfe von “pflanzlichen Hormonen” kann der Hormonspiegel wieder ausbalanciert werden.
Sekundäre Pflanzenstoffe, die den menschlichen Hormonen ähneln, finden sich insbesondere in Rotklee, Yamswurzel, Hopfen und Granatapfel.
Da es häufig zu Verwechslungen bei den Begrifflichkeiten kommen kann, haben wir hier einmal die wichtigsten Begriffe aufgeführt und erläutert:
- Isoflavone und Lignane sind sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Phytoöstrogene. Sie ähneln dem körpereigenen Hormon Östrogen in Struktur und Wirkung, weshalb sich der Begriff “pflanzliche Hormone” daraus abgeleitet hat.
- Flavone sind die übergeordnete Gruppe von Flavonoiden und gehören ebenso zur Gruppe der Phytoöstrogene. Hierbei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die ebenfalls dem körpereigenen Hormon Östrogen in Struktur und Wirkung ähneln, allerdings in einem schwächeren Ausmaß. Außerdem sollen sie neben antioxidativen Eigenschaften, die den menschlichen Körper vor freien Radikalen schützen können, auch die Eigenschaften haben, das Risiko für Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Cholesterin senken zu können, sowie sich positiv auf das Immunsystem auswirken können.
- Diosgenin ist ein pflanzlicher Wirkstoff und eine entfernte Vorstufe des menschlichen Hormons Progesteron. Er wird oft als natürliches Mittel zur Linderung von Symptomen der Wechseljahre eingesetzt. Es besitzt zudem antioxidative Eigenschaften, die helfen können, Zellen vor freien radikalen zu schützen.
- Gestagene sind ebenfalls Hormone, die zu den weiblichen Geschlechtshormonen zählen. Es sind Gelbkörperhormone, die zu den Steroiden gehören. Eines der wichtigsten Vertreter der Gestagene ist das Progesteron. Progesteron gehört mit dem Pregnandiol und dem Pregnenolon somit zur Gruppe der Gestagene.
Über Yamswurzel
Die Yamswurzel, auch Yam oder Yams genannt, ist eine Knolle, die in Afrika und Südamerika zu den Grundnahrungsmitteln gehört, vergleichbar mit der Kartoffel. Sie hat einen hohen Gehalt an Stärke, besitzt Ballaststoffe und viele weitere wertvolle Mikronährstoffe, wie Vitamin C, B1, B2, B3, B5, B6 und B9, Kalium, Calcium, Magnesium, Zink, Mangan, Eisen und Kupfer. Zudem besitzt sie viele Antioxidantien und kann als echtes Superfood bezeichnet werden. Ein wichtiger Inhaltsstoff, insbesondere in Bezug auf die Wechseljahre, ist der hohe Anteil an Diosgenin, eine Vorstufe des menschlichen Hormons Progesteron, womit es der Östrogendominanz entgegenwirkt und den unausgeglichenen Hormonhaushalt in den Wechseljahren reguliert. Schon vor tausenden von Jahren verwendeten Urvölker die Yamswurzel zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden oder Wehenschmerzen. Die Knolle wirkt zudem entzündungshemmend und wird bei Erkältungen, Entzündungen, Rheuma und Arthritis eingesetzt. Yam wirkt krampflösend und hat einen positiven Effekt auf Stress und innere Unruhe. Der hohe Phosphorgehalt ist wichtig für die Knochenstärke, Zähne und Zellen. Zudem wirkt sich Diosgenin positiv auf die Gedächtnisleistung aus.
Wir verwenden den Yamswurzel Extrakt (den konzentrierten Auszug der Substanz), der einen höheren Diosgeningehalt (20%) mit sich bringt.
Über Bockshornklee
Der Bockshornklee, auch Griechisches Heu genannt, ist eine Pflanze aus der Reihe der Schmetterlingsblütler, aus der Familie der Hülsenfrüchtler, deren Samen und Blätter vielfältige gesundheitliche Vorteile bieten sollen. Es gibt ihn seit mehreren tausend Jahren und er wird seither als Heilmittel verehrt. Schon Hildegard von Bingen und Sebastian Kneipp lobten seine ihm nachgesagten Heilkräfte. Er wird in der Heilmedizin in China, Indien und Tibet verwendet. In der Pflanzenheilkunde wird er bei Diabetes mellitus eingesetzt, denn er soll den Blutzuckerspiegel senken. Mütter mit Stillproblemen (obwohl nicht für Stillende empfohlen) verwenden ihn in der traditionellen Medizin. Er enthält die Aminosäure Histidin sowie das Phytohormon Diosgenin. Auch als Zutat ist Bockshornklee ein beliebtes Würzmittel, welches in der nordafrikanischen, südeuropäischen und asiatischen Küche in unterschiedlichster Darreichungsform verwendet wird. Bockshornklee hat einen hohen Proteingehalt, enthält Fette, ätherische Öle, Bitterstoffe, wertvolle Vitamine (insbesondere die Vitamin A und alle B Vitamine, außer B12) und wichtige Mineralstoffe (insbesondere Eisen und Magnesium). Er wird bei Haarausfall und Hautproblemen eingesetzt und besitzt darüber hinaus viele Antioxidantien. Auch bei Entzündungen wird gerne auf seine entzündungshemmenden Eigenschaften zurückgegriffen. Die heilsamen Stoffe von Bockshornklee stecken in seinen Samen, weshalb wir Bockshornklee Samenextrakt verwenden (den konzentrierten Auszug der Samen), der einen höheren Gehalt der Inhaltsstoffe mit sich bringt.